Konflikte lösen - Handlungskompetenzen erweitern
Konflikte lösen - Handlungskompetenzen erweitern

Familientherapie

Die systemische Familientherapie geht davon aus, dass die Familienmitglieder wie in einem System miteinander verbunden sind und sich alle Mitglieder gegenseitig beeinflussen - bewusst und unbewusst. Wenn ein Mitglied der Familie psychisch erkrankt, ist das aus systemischer Sichtweise kein individuelles Problem einer einzelnen Person. Die psychische Störung wurde eventuell durch das Familiensystem ausgelöst und wirkt auf jeden Fall zurück auf die Familie.

 

Deshalb ist gerade bei jüngeren Patienten eine ausschließliche Einzelbehandlung unter Umständen nicht erfolgversprechend, wenn die Familie nicht miteinbezogen wird. Es geht dabei nicht um einseitige Schuldzuweisung, sondern darum, eingefahrene, nicht reflektierte Beziehungsmuster zu erkennen und zu verändern. Das „System Familie“ ist als starres, unflexibles System für die einzelnen Familienmitglieder dysfunktional, weil es die notwendige Entwicklung der Familienmitglieder nicht berücksichtigt. Das Familiensystem muss sich stattdessen dynamisch den Entwicklungsanfordernissen seiner Mitglieder anpassen, wobei es nicht um eine einseitige Anpassung geht, sondern um ein „Miteinanderaushandeln“ der Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder.

 

Wenn Eltern merken, dass sie mit ihren Kindern nicht mehr klarkommen oder ganz allgemein Rat suchen, können sie sich direkt zu einer Familientherapiesitzung an mich wenden.

 

Es kann aber auch sein, dass ich eine Familientherapiesitzung vorschlage, wenn ich im Verlauf einer Einzeltherapie den Eindruck gewinne, dass das Problem meines Klienten/meiner Klientin nicht zu trennen ist von ihrer Ursprungsfamilie.

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